Café Négation

Vortrag mit Martin Dornis: Vom “Sein zum Tode” zum “Lauschen auf den Diskurs”

13.07.12, ab 19h // Kukulida e.V

Martin-Luther-Str. 1 // 01099 Dresden

Am Freitag den 13. Juli wird unsere ursprünglich für Mai geplante Veranstaltung mit dem Referenten Martin Dornis nachgeholt.
Die Kontroverse, welche besonders durch einen Text der Gruppe Black Monday mit Diffamierungen durchsetzt ist, wollen wir dabei nicht unter den Tisch fallen lassen. Noch vor dem Vortrag wird es daher unsererseits einen Text geben, der sich mit inhaltlichen Vorwürfen auseinander setzt und dabei auch einige grundsätzliche Positionen von uns als Gruppe enthalten wird.

Im vorerst letzten Vortrag der Reihe zur Analyse und Kritik postmoderner Theorie wird, wie der Titel bereits verrät, die theoretische Nähe poststrukturalistischer Denker_innen mit Martin Heideggers “Existenzialontologie” aufgezeigt.
Den Ausgangspunkt bildet eine Anlyse der Entwicklung der deutschen Ideologie, angefangen bei den Ausführungen von Marx über den Spätkapitalismus bishin zum Nationalsozialismus und Post-Nazismus in Deutschland. Die Philosophie und Kulturkritik Martin Heideggers wird als “Ideologie des Todes” charakterisiert. Der Fokus liegt auf der Darstellung seiner Theorie als einer Suche nach dem “Sein” des Menschen, welches letztlich nur im Tode zu finden ist.
Der Referent wird am Beispiel von Foucault und Butler eine Kritik an der postmodernen “Dekonstruktion des Subjekts” formulieren und die Frage beantworten inwiefern der affimierte Tod des Subjekts in einem “Lauschen auf den Diskurs” eine Analogie zu Heideggers “Sein zum Tode” darstellt.
Die aktuelle Debatte um die geplante kuriose Vergabe des Theodor W. Adorno Preises an die Antizionistin Judith Butler stellt einen aktuellen Bezug dar, der deutlich macht wie wichtig die kritische Auseinadersetzung mit solcherlei Theorie heute ist.(1)

Martin Dornis lebt in Leipzig, studierte Philosophie, Ökonomie und Erziehungswissenschaften. Er veröffentlicht Texte über Ideologiekritik, Antisemitismus, Krisentheorie und materialistische Gesellschaftskritik.
Zuletzt von ihm erschienen: Der Meister aus Deutschland. Zur Kritik der Ideologie des Todes, in: Alex Gruber/ Philipp Lenhard (Hg.): Gegenaufklärung. Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft, Freiburg 2011: ça ira.

(1):
Zum Theorie-Verhältnis von Butler und Adorno / Poststrukturalismus und Kritischer Theorie siehe:

Magnus Klaue, Ethos und Gewalt, in: Konkret Online

Alex Gruber, Postmoderner Apriorismus. Zur Anthropologie Judith Butlers, in: Prodomo 12 (2009);

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4 Gedanken zu „Vortrag mit Martin Dornis: Vom “Sein zum Tode” zum “Lauschen auf den Diskurs”

  1. Pingback: Vor- und Nachtrag zur Veranstaltung des Café Négation mit Martin Dornis, oder: “Spiel nicht mit den antideutschen Schmuddelkindern” « Café Négation

  2. Valentin Kanzyan sagte am :

    Hallo,
    können sie die Veranstaltungen, zu denen Sie einladen vielleicht in Zukunft wieder aufzeichnen und veröffentlichen? Mich würde es freuen.
    Valelntin Kanzyan

  3. Pingback: Über die Frage: Was heißt Gegenaufklärung? « Café Négation

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